Auf den Philippinen bereitet man sich auf den stärksten Sturm des Jahres vor.
Am Donnerstagnachmittag lag das aus dem All bedrohlich wirkende Auge des
Taifuns Haiyan nur noch etwa 200 km östlich der Philippinen und näherte
sich der Küste mit etwa 30 km/h an. Mit mittleren Windgeschwindigkeiten
über 250 km/h hatte er die höchste Kategorie 5 erreicht und wird
voraussichtlich am Freitagmittag Ortszeit mit voller Wucht an Land
gehen.
Auf den Archipel sind tropische Wirbelstürme zwischen Juni und Dezember
nichts Ungewöhnliches. Allein in diesem Jahr überquerten bereits 11
Stürme die Inselgruppe, von denen vier sich zu Super-Taifunen der
Kategorie 3 und höher mit maximalen Windgeschwindigkeiten über 180 km/h
auswuchsen. Der bisher stärkste Taifun war zwischen dem 16. und 24.
September Usagi, der mit Windspitzen von bis zu 260 km/h nördlich der
Hauptinsel Luzon vorüberzog und insgesamt 50 Menschleben forderte.
Doch Haiyan, so wird befürchtet, wird noch zerstörerischer wüten, zumal
ihn seine Zugbahn quer über die Mitte des Archipels führen wird wo auch
die Hauptstadt und Millionen-Metropole Manila liegt. Neben
prognostizierten Winböen über 300 km/h werden verbreitet Regenmengen
über 200 Liter pro Quadratmeter erwartet. Damit wird Haiyan aller
Voraussicht nach der stärkste tropische Wirbelsturm sein, der dieses
Jahr auf dem Planeten aufgetreten sein wird.
Über Land verlieren Wirbelstürme, die Ihre Energie aus der Wärme der
riesigen offenen tropischen Wasserflächen beziehen, normalerweise
schnell an Kraft. Jedoch erreicht Haiyan nach Überquerung der
Philippinen über dem Südchinesischen Meer rasch wieder ausgedehnte
offene Wasserflächen, die eine weitere Abschwächung zumindest
verlangsamen. Nach aktuellen Prognosen wird Hayian am Sonntag vor
Erreichen der Vietnamesischen Küste immer noch ein ausgewachsener Taifun
der Kategorie 2 mit Windspitzen über 200 km/h sein.
Donnerstag, 7. November 2013
(rgt) Dies könnte bedeuten, dass Ausläufer des Taifuns "Haiyan" zu Beginn der nächsten Woche auch Thailand erreichen könnten. Zwar wird dieser dann, nach Überqueren von Vietnam und Kambodscha eine Menge Energie verlohren haben, jedoch kann er, so wie der Super-Taifun dargestellt wird, auch hier noch kräftig wüten. Zu befürchten ist auch, dass neue Fluten und Überschwemmungen auf Thailand zukommen.