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Mittwoch, 25. Juni 2014

Keine Sklaverei in der Fischereiindustrie

Thailand - Am 24. Juni erklärten die thailändischen Fischereiverbände, dass es auf Fischkuttern und in der Meeresfrüchteindustrie keine Sklaven oder Zwangsarbeit gäbe, auch wenn etwas anderes behauptet wird.

Pro Jahr exportiert Thailand Meeresfrüchte im Wert von weit über 200 Milliarden Baht und ist damit der drittgrößte Exporteur der Welt. Die Geschäftsführer der thailändischen Garnelen- und Thunfischindustrie fühlen sich unfair behandelt, was geschäftsschädigend sei in einer Industrie, die Hunderttausende Arbeiter beschäftigt....mehr Wochenblitz

Wie sich doch die Aussagen ähneln

Slkaven???? Welche Sklaven????

Sonntag, 22. Juni 2014

Angelina Jolie besucht Flüchtlingslager



Mae Hong Son - Die amerikanische Filmschauspielerin Angelina Jolie besuchte am Welt-Flüchtlingstag ein Flüchtlingslager im Norden Thailands und forderte auf, das Flüchtlingsproblem weltweit zu lösen.
Die Sonderbotschafterin des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) besuchte das Flüchtlingslager Ban Mai Nai Soi im Stadtbezirk der Provinz Mae Hong Son.......mehr Wochenblitz

Samstag, 14. Juni 2014

Thailand gegen Uno-Abkommen

Migranten aus Burma und Thais in Samut Sakhon

Thailand - Am 12. Juni beschlossen die Vereinten Nationen in Genf ein Abkommen, wonach Täter bestraft werden sollen, die Menschen in die Zwangsarbeit zwingen. Fast alle Golfstaaten enthielten sich der Stimme, Thailand stimmte als einziges Land dagegen.

Trotz Thailands Gegenstimme wurde das neue Abkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) der Vereinten Nationen beschlossen. Geschätzt wird, dass es rund 21 Millionen Zwangsarbeiter oder Sklaven auf der Welt gibt, über die Hälfte Frauen und Kinder. Beschäftigt werden sie vorwiegend in der Landwirtschaft, in Fischereibetrieben, Minen, auf dem Bau, als Dienstpersonal oder in der Sexindustrie. Das neue Abkommen soll dafür sorgen, dass Länder die Praxis der Zwangsarbeit bzw. Sklaverei unterbinden, indem das Abkommen ratifiziert, die Täter bestraft und die Opfer befreit werden und sie Anspruch auf Schadensersatz haben.
Thailands neue Regierung war die einzige, die gegen das Abkommen stimmte. Die Regierungen der Länder Bahrain, Brunei, Kuwait, Iran, Jemen, Katar, Oman und Saudi Arabien enthielten sich der Stimme. Alle anderen UN-Mitgliedsstaaten stimmten für das Abkommen.
Wochenblitz

Samstag, 8. Juni 2013

Thailands Seezigeuner durch Tourismus bedroht

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Phuket - Thailands Seezigeuner sind der Auffassung, dass ihre traditionelle Lebensweise und ihre Heimat bedroht sind von dem herrschenden Tourismus-Boom. Das Schicksal der einst nomadischen Jäger und Sammler unterstreicht den wachsenden Druck auf die marginalisierten indigenen Menschen in einem Land, in dem die Anzahl ausländischer Besucher auf einen Rekordwert von 22 Millionen Menschen im vergangenen Jahr angestiegen ist.
Die Schaffung von geschützten Marineparks, der Erschöpfung der Fischbestände und Konstruktionen neuer Hotelketten machen es den "Chao Lay" Seeleuten zunehmend schwerer, ihre uralte Lebensweise aufrecht zu erhalten. Auch wenn sie lange Zeit auf dem Meer verbringen, sagt Nang Miden, haben seine Vorfahren schon auf der Insel Phuket gelebt, bevor es von einem verschlafenen Kaff in den Tropen zu einer touristischen Top-Destination des Königreichs umgewandelt wurde.
Heutzutage sind die Strände auf der Insel überfüllt und Nang Miden steht vor einer Zwangsräumung von einem Bauträger, der das Land unter seinen Füssen kaufte und will ihn nun an einen anderen Standort im Landesinneren vertreiben. Der 78-Jährige sitzt vor seinem Haus in einem Dorf von Rawai, wo rund 2.000 Seezigeuner leben, und verkauft Obst und Kokosraspeln. "Wir leben hier schon seit Jahrhunderten", sagte er.
Viele der älteren Chao Lay können weder Lesen noch Schreiben und wissen nicht einmal, dass sie ihr Land als ihr eigenes hätten registrieren können. Denn Eigentum ist eine fremde Kultur für sie.
Im Fall von Herrn Nang Miden machte ein lokaler Geschäftsmann den Grundbucheintrag für das Land vor einigen Jahrzehnten. Als dieser die Zahlungen für einen Bankkredit nicht mehr begleichen konnte, wurde das Grundstück beschlagnahmt und an den aktuellen Besitzer verkauft.
In einem großen Schlag gegen die Gemeinde ordnete ein Gericht in Phuket im Februar an, sieben Häuser räumen zu lassen. Viele Dorfbewohner leben durch diese fadenscheinigen Eigentumsrechte in slum-ähnlichen Bedingungen, ohne Zugang zu fließendem Wasser und Strom.
In der Vergangenheit führten die Seezigeuner ein Nomadenleben, handelten mit Fisch und anderen Produkten des Ozeans für das Wenige, das sie benötigten. In den letzten Jahrzehnten sind sie mehr sesshaft geworden und stehen jetzt vor der Bedrohung durch Verhaftung und Beschlagnahme ihrer Boote, wenn sie in Nationalparks auf die Jagd gehen. Sporttaucher sabotieren manchmal ihre Fischernetze, um das marine Leben unter Wasser zu Schützen.
"Nach dem Boom auf Phuket werden die Orte zum Arbeiten immer mehr eingeschränkt. Was auch immer sie tun ist falsch. Viele werden verhaftet", sagte Nirum Hyangpan, ein Dorfvorsteher der Seezigeuner in Rawai. Experten sagen, dass trotz ihrer zunehmenden Exposition gegenüber der modernen Welt, die Chao Lay ihre Affinität zum Meer so stark wie eh und je bleibt.
Einige können nicht schlafen, wenn sie den Klang der Wellen hören und sie kämpfen, um Arbeitsplätze auf dem Trockenen zu finden. Nichtsdestotrotz ist ihr Leben von der Fischerei geprägt.
Eine Anthropologin an der Chulalongkorn Universität in Bangkok, Frau Narumon Arunotai, sagte, dass diese Menschen einen Strand brauchen, um ihre Boote festzumachen. Es ist ihre Art so zu leben.
Traditionelle Fischerei ist in diesen Tagen schon unmöglich, weil das Meer fast leer gefischt ist. Wenn sie versuchen mit einem Speer oder einer Falle einen Fisch zu fangen, gehen sie meistens leer aus. Aber sie sehen sich als die Kinder des Meeres an, sagte sie.
Es gibt einen Hoffnungsschimmer für die Gemeinde in Rawai, da die Regierung alte Luftbilder analysieren lässt und andere Beweismittel, wie Knochenfunde, sammelt, um festzustellen, ob sie vor dem Bauträger das Land in Anspruch nahmen. Wenn dies zutreffen sollte, werden ihnen auch mehr Rechte des Eigentums zustehen, erklärte Herr Prawut Wongseein, Leiter des Büros für Verbraucherschutz und Umweltkriminalität.
Es gibt schätzungsweise 12.000 Chao Lay in Thailand, bestehend aus drei verschiedenen ethnischen Gruppen: Die Moken, die Moklen und die Urak Lawoi.
Ihre Notlage gewann Aufmerksamkeit nach einem gewaltigen Tsunami im indischen Ozean im Jahr 2004, der den Fokus der Weltgemeinschaft auf die heimgesuchten Küstenorte legte. Die Moken haben für ihre frühzeitigen Warnungen des drohenden Tsunamis auf der Flucht in höher gelegene Gebiete, bevor die zerstörerische Welle zuschlug internationales Interesse geweckt. Sie sind qualifizierte Taucher und im Gegensatz zu anderen Menschen können sie ohne Masken längere Zeit unter Wasser verbringen.
Im Jahr 2010 verabschiedete das thailändische Kabinett eine Regelung, ihren Weg des Lebens zu schützen. Aber die Seezigeuner sagen, dass es in der Realität nur wenig Unterschiede gebe. Es keine offizielle Politik, die die Chao Lay in die Thai-Kultur einführt. In der Schule lernen sie die thailändische Sprache und Geschichte des Landes, aber über ihre eigenen Wurzeln oder Austronesien Sprache werden sie nicht unterrichtet.
Wegen der immer mehr ansteigenden Zahl der Touristen, die Thailand begrüßt, haben die Chao Lay Angst um ihre Zukunft. Wenn dieser Tourismus-Boom weiter anhält, mit mehr strandnahen Hotels, Spas und Ressorts, werden die Seezigeuner und ihr Lebensstil verschwinden, sagte Nirum Hyangpan.

Text u. Bild: Wochen Blitz
http://www.wochenblitz.com/nachrichten/phuket/39739-thailands-seezigeuner-durch-tourismus-bedroht.html#contenttxt