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Montag, 17. Februar 2014

Aus dem Forum: Hausbau in Thailand



Jack wohnt im Isaan in der Nähe von Buru Ram, ist also mit viel Landluft und den sonstigen Isaan-Specials ausgestattet. Sein wunderschönes Haus dort in Nog Tat ist doch sehr einsam gelegen, so dass er eines Tages den Entschluß fasste, den ganzen Rummel eines Hausbaues auf sich zu nehmen und in Nikom (ebenfalls in der Nähe von Buri Ram) ein neues Nest zu bauen.
Ein Hausbau in Thailand bringt ebensoviel Unbill mit sich wie in unseren Breiten, nur anders. 

Wie es ihm ergangen ist, legt er in unserem Forum (Reise Guru-Thailand:Forum) bis ins Detaille dar. Wer den Weg von Jack ebenfalls einschlagen will, dem sei die Geschichte dieses Hausbaues wärmstens empfohlen.
Hier  weiter lesen....

Donnerstag, 2. Januar 2014

Thais bekämpfen den Hangover am liebsten mit Nudelsuppe

Ein Nachtrag zum Neujahrsmorgen.

Hangover, Hangover2, Hangover3. Wer kennt sie nicht, unsere vier Freunde, die gelegentlich einen "King Kong" auf der Schulter tragen und am nächsten Morgen mehr oder weniger sanft aus der Welt des Vergessens in die Realität zurückkehren. 

Nun ja, im Film werden solcherlei Kurtztripps ins temporäre Nirwana recht plakativ dargestellt. Bei uns Sterblichen hält sich dies jedoch einigermaßen in Grenzen. Hier handelt es sich meist um verbale Missgeschicke, um die Verwechslung des Kleiderschrankes mit dem WC. Auch kommt es zuweilen vor, dass einem beim "Nachhausegehen" unachtsame Mitmenschen auf die Finger treten.
Kein gewöhnlicher C2H6O-Konsument wird aus Versehen Heiraten,.ein thailändiches Geschäftsviertel demolieren oder gar dem  Mike Tyson ins Pool pinkeln und seinen Tiger klauen.

Jedoch am nächsten Morgen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, tritt er in Erscheinung. Quälend, abscheulich, die Gedärme kontrollierend, Gewissensbisse erzeugend und mit meist erhobenem Zeigefinger  macht er sich breit, der Katzenjammer. Was tun dagegen???

Ein paar Alka Seltzer helfen hier mal für das erste. Hierdurch werden auch wieder einige leere Gehirn-Parkplätze mit Leben gefüllt.
Der Ratschlag, mit demselben anzufangen, mit dem man aufgehört hat führt zwar schnell zum Erfolg, verschiebt jedoch das Ganze lediglich um einen Tag und die Parkhäuser in unserem Denkapparat sind wieder verwaist.
Also Alka Seltzer, Wasser (so richtiges Leitungswasser) und dann etwas für den Magen. Der hat ja gerade nichts zu tun und braucht Beschäftigung. Schweinebraten mit Rotkohl, Jägerschnitzel mit Pommes........ Nicht mal dran denken, sonst schaltet der Verdauungsmechanismuß auf den Rückwärtsgang und man muss sich alles nochmals durch den Kopf gehen lassen.

Am meist verbreitetsten in unseren Landstrichen sind saure Heringe, Essiggurken usw..... Als sportliche Körperertüchtigung dient dann ein ausgeprägter Neujahrslauf. Einfach ein wenig Aktivität. Es muß ja nicht gerade der Besuch das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker sein.

Also, Aktivität und pfundweise saure Heringe. Nun Ja, in Asien geht man mit einem Hangover etwas anders vor. Ein asiatischer Körper braucht für die Bekämpfung des Katers eine Nudelsuppe.

Der Wochenblitz schreibt darüber:

Auf der CNN Travel Webseite wurde eine Studie eröffnet, in der die asiatischen Gewohnheiten zur Bekämpfung eines Hangovers unter die Lupe genommen wurden. Die Umfragen haben ergeben, dass die Thailänder nach einem feuchtfröhlichen Abend am liebsten eine scharfe Nudelsuppe zu sich nehmen. Die Nudelsuppe bietet der an einem Hangover leidenden Person einen guten Geschmack und die Auswahl der bevorzugten Nudelart ist in Thailand fast überall erhältlich, wie auch die Instantnudelsuppe. Das Nudelgericht Phat Keemao, schaffte es nicht auf einen Spitzenplatz, da dieses Gericht lieber während dem Alkoholkonsum, statt nach dem Konsum gegessen wird. Das Wort Keemao bedeutet auf Deutsch soviel wie Alkoholiker.
Die Umfrage hat ergeben, dass die bevorzugten Speisen nach einem Hangover in ganz Asien extrem variieren. Chinesen schwören auf Reissuppe, während in Japan ein Grüner Tee getrunken wird. Hong Kong Chinesen setzen auf Ingwer Tee, während die indischen Trinker Kokosmilch konsumieren.

Jetzt weiß ich auch, warum ich hier jeden Tag, an fast jeder Ecke einen Thai sehe, der Nudelsuppe schlürft.

Grüsse aus Jomtien
Peter

Mittwoch, 1. Januar 2014

Neujahrsbotschaft


Liebe Thailandfreund, liebe Leser,

das Jahr 2013 hat sich verabschiedet und das Neue Jahr wurde mit vielen Böllern willkommen geheißen. Was wird es bringen, dieses neue Jahr, was war gut, was schlecht im alten Jahr?
Das Team von Reise Guru-Thailand hat ein Resümer gezogen und will Ihnen, liebe Leser, dies als Botschaft zum Neuen Jahr übermitteln. Dabei heben wir uns, durch klare Definitionen des heutigen Weltgeschehens von den üblichen Ansprachen in der Aussagekraft erheblich ab.
Mögen unsere Worte Sie durch das Jahr 2014 geleiten.



Grüsse aus Jomtien
das Team von
Reise Guru-Thailand





Montag, 30. Dezember 2013

Ein Wörtchen zum Örtchen


Antworten mit Zitat
Erste Begegnungen mit einem thailändischen "hong nam" ห้องน้ำ้

Hong = der Raum, nam = das Wasser. Hong naam heißt also wörtlich übersetzt "Wasserraum", und das bedeutet soviel wie Bad, Toilette. Und genau diesem hong nam soll dieser Artikel gewidmet sein. Jetzt fragen Sie: "Was soll das, was ist an einer thailändischen Toilette soviel anders als irgendwo auf der Welt?"  Nun, wenn Sie die Grenzen der Touristengebiete nicht verlassen, wenn Sie sich immer brav im Windschatten der Guide-Fahnen von TUI, Neckermann & Co. aufhalten, werden Sie selten einen Unterschied bemerken. Außer, daß Sie bei der Benutzung des hierzulande gebräuchlichen, nicht gerade als stabil zu bezeichnenden Toilettenpapiers des öfteren Ihren eigenen Durchbruch erleben.


Auch gleichzeitig als Dusche zu benutzen

 Unternehmen Sie jedoch einmal einen Ausflug ins Hinterland, dort, wo die Touristen spärlicher anzutreffen sind, und wo es schon ein wenig nach Landluft riecht, sehen Sie sich, zumindest die Frischlinge unter Ihnen einigen Problemchen gegenüber, die es zu bewältigen gilt.

Wie sieht es nun aus, so ein hong nam? Auf einem kleinen Podest befinden sich ein Loch und zwei Fußstapfen. So ähnlich, wie wir das aus manchen Gegenden Südeuropas, beispielsweise Südfrankreich kennen. Ein kleiner Unterschied besteht jedoch darin, daß die Dimensionen den kleiner gewachsenen Asiaten angepasst sind, was dem durchschnittlichen Europäer ein Mehr an Zielgenauigkeit abverlangt. Neben dieser Einrichtung befindet sich meist ein kleines Wasserbecken in dem ein Tupper-Schüsselchen schwimmt. Diese Kombination aus Wasserbecken und Schüsselchen ist nun nicht zum Dampfer-Spielen gedacht, sondern zum einen als Wasserspülung und zum anderen zur Reinigung Ihrer, nach erfolgreicher Beendigung des Geschäfts, betroffenen Anatomie. Das ist hygienischer als Papier und verhindert auch die Bildung von 'Bremsspuren' in der Unterwäsche. Wie dieses Reinigen nun im einzelnen funktioniert, muß wohl jeder, mehr oder weniger balancierend und um Standfestigkeit bemüht, für sich selbst herausfinden. Meist ist eine, in die Jahre gekommene, schwarz-braun-gelb-grüne Glibberseife vorhanden und oft steht sogar ein Handtuch neben der Türe.

Ich selbst bevorzuge die eher unhygienische Arbeitsweise und habe immer ein wenig Papier in meiner Hosentasche.
Also, immer etwas Papier mitnehmen, wenn Sie in ländlichen Gegenden unterwegs sind. In keiner Toilette werden sie Toilettenpapier finden. Auch nicht in den Restaurants. Das heißt, hier finden Sie schon welches. Dies steht jedoch auf den Tischen und dient als Papierserviette. Ist einfach preiswerter als richtige Servietten. Ja, Thais sind äußerst geschäftstüchtig. Es würde also recht dumm aussehen, schnappten sie sich eine Rolle Papierservietten und machten sie sich dann auf den Weg zum 'hong naam'.

Mein zweiter Tip gilt den Herren der Schöpfung, die ja bekanntlich anatomisch geringfügig anders gestaltet sind als unsere Frauen. Ich will hier an einem eigenen Erlebnis aufzeigen, welche heimtückischen Gefahren die Benutzung eines solchen hong naam mit sich bringen kann:
Es war an einem 24. Dezember, also Heiligabend, als wir als frisch verheiratetes Paar im Dorf meiner Ex-Frau ankamen. Für mich war es das erste Mal, daß ich mich so richtig in der Pampa Thailands befand. Aber viel Zeit zum Umschauen blieb mir nicht, denn von allen Seiten strömten diverse Tanten und Onkels mit Kind und Kegel auf uns zu, um uns zu Begrüßen und den Farang gebührlich zu bestaunen und zu begrapschen, um uns schließlich auf die Terrasse des kleinen Häuschens meiner Ex-Frau zu begleiten.


Geringfügig verbesserungsbedürftig.
 Nun mag es an dem langen Flug, der Fahrt vom Flughafen ins Dorf, an den von 'Schlagkratern' übersäten Straßen oder am Anblick der vielen Tanten gelegen haben, auf jeden Fall spürte ich, dass mein Magen-Darmtrakt eine intensive physikalische Zustandsgröße aufbaute, die man herkömmlich auch als Druck bezeichnet. Dieser Zustand verlangte nach einem umgehenden, unaufschiebbaren Druckausgleich. Meine Frau geleitete mich also flugs zu den Örtlichkeiten, zündete dort, da kein Strom vorhanden und schon dunkel, zwei Kerzen an, drückte mir eine Rolle Papier in die Hand und wünschte mir gutes Gelingen.

Da die Zeit drängte, machte ich mich sogleich ans Werk. Mißmutig beäugt von einer dicken, fetten Kröte, streifte ich meine Hosen hinunter, versuchte, in den Fußstapfen einen festen Stand zu bekommen und einigermaßen zu zielen, während die Kröte noch mißmutiger dreinschaute.
Wenn der Schmerz nachläßt, fühlt man sich etwas freier, und die Gedanken werden wieder klarer. Ich hatte alles noch rechtzeitig überstanden, nur die Kröte schaute mich nun äußerst angewidert an als wolle sie sagen: "Typisch Farang, kommt 10.000 km geflogen und stänkert mir mein Wohnzimmer voll. Altes Ferkel!!"


Bei ein paar Promille droht Absturzgefahr
Beim Ordnen meiner Beinkleider bekam ich jedoch einen mächtigen Schreck. Was war da passiert? Da war alles naß!!! Vor lauter Zielübungen und Kröte hatte ich meine ganze Hose hinten bepinkelt. Ja, meine Herren, wie gesagt, der kleine anatomische Unterschied. Ein Tip: Hosen ganz herunter und einen rostigen Nagel zum Aufhängen derselben suchen. Hätte ich nur früher wissen sollen.

Da stand ich nun, an Heiligabend im Jahre des Herrn 2003, ganz stimmungsvoll bei Kerzenschimmer, in einem echten, weihnachtlich-thailändischen hong nam, mit total bepißen Hosen. Und draußen wartete ein Rudel neugieriger Tanten.

"Angriff ist die beste Verteidigung" dachte ich mir, und ging vorsichtig, immer mit dem Rücken zur Wand nach draußen um den Koffer mit den Klamotten zu suchen. Den Koffer habe ich dann auch gleich entdeckt. Er stand natürlich auf der entgegengesetzten Seite der Terrasse, inmitten der, inzwischen auf dem Boden sitzenden, Onkels und Tanten, von denen mich besonders eine davon überschwänglich und zahnlos anlächelte. Von meiner Frau natürlich keine Spur.

Ich stand also, fest an die Wand gepreßt und machte Pantomimen-Smalltalk. Der Aufforderung, mich doch auch zu setzen entgegnete ich mit Zeichensprache und deutete an, dass ich vom Flug starke Rückenschmerzen habe und lieber stehen würde. Können Sie sich vorstellen, was man da seelisch mitmacht? Wie der Leidensdruck immer größer wird, besonders, wenn eine der Tanten, die mit den Zähnchen zum Durchspucken, an einem herumfummelt?


Ja, das gibt´s auch in Modern.

Endlich kam der Rettungsengel in Gestalt meiner Ex-Frau. Nach kurzer Erklärung, daß ich ganz dringend den Koffer mit der Ersatzbereifung benötigte, zog ich mich ins Innere des Häuschens zurück, das Achterdeck natürlich zuerst, lächelnd und mit einigen tiefen Verbeugungen in Richtung der Tanten. Hab' ich so mal irgendwie in einem japanischen Film gesehen aber egal, Hauptsache Asien. Ich verdrückte mich, rückwärtsgehend in ein kleines Räumchen und wartete auf den Koffer. Ich wartete...und wartete... Aber es kam nichts. Als ich dann, mit einigen Verrenkungen, aus dem Zimmer lugte, erspähte ich ihn, meinen Engel. Dieser stand in der offenen Türe und bog sich vor Lachen, sich krampfhaft am ersehnten Ersatzteilkoffer festhaltend. Den ausgelassenen Lachsalven des Publikums konnte ich entnehmen, daß, zwischen Prusten und Glucksen der wahre Sachverhalt meiner Rückenschmerzen der buckligen Verwandtschaft brühwarm verklickert wurde.

Also wirklich, es gibt Momente, da fühl' ich mich so richtig unverstanden.

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Grüße aus Jomtien
Retepom