Macho, Macho....

Thailand und seine Machos




(rgt) Was stellen 4 Frauen in einer Küche dar? Eine artgerechte Haltung.

Macho (spanisch macho „männlich, Männchen“), ist ein Lehnwort aus dem Spanischen, mit dem in der deutschen sowie in anderen Sprachen ein Mann bezeichnet wird, welcher glaubt, seine Männlichkeit stets unter Beweis stellen zu müssen, und sich dabei stark an den traditionellen Bildern der männlichen Geschlechterrolle orientiert.
Macho gilt als möglicher Gegenbegriff zum Wort Softie. Gelegentlich wird Macho als Schimpfwort benutzt.(Wikipedia)


Es gibt sie fast überall auf der Welt, die "Herrlichkeit auf Erden", die Sinnbilder der Männlichkeit, die selbsternannten Vertreter des männlichen Geschlechts, die Machos. Sie sind grobe, angeberische Muskelprotze auch wenn die Muckis ein wenig magersüchtig wirken. Sie sind nicht besonders nett zu Frauen obwohl Sex und Frauen die Hauptrolle in ihren oft ebenfalls magersüchtigen Gehirnwindungen spielen. Der Glaube, dass er durch rücksichtsloses und grobes Verhalten besonders attraktiv auf Frauen wirkt, wird allerdings von Seiten der holden Weiblichkeit leider sehr oft bestätigt.

Im Paradies:
Adam zu Gott: "Mein Gott, warum ist Eva so wunderschön?"
Gott zu Adam: "Damit Du sie lieben kannst."
Adam zu Gott: " Aber warum ist sie so furchtbar blöde?"
Gott zu Adam: "Damit sie Dich lieben kann."
Alles klar?


Nun muß Thailand ein besonders fruchtbaren Boden für diese Spezies haben, denn, glaubt man den thailändischen Frauen, so besteht die ganze männliche Gesellschaft aus Machos. Durch eigene Beobachtungen und Erfahrungen bin ich geneigt, diesen Frauen Glauben zu schenken. Besonders bei den Jugentlichen ist, wie überall, der coole Typ angesagt. Sie sind die Schönsten im Lande und es wird kein parkendes Motorrad oder Auto ausgelassen, um dessen Rückspiegel für die Schönheit zu missbrauchen. Hier ein Tüpfelchen, dort ein Pickelchen verdecken und das Härchen Nr: 46376 wieder etwas gerade rücken. Fertig. Bis zum nächsten Spiegel oder Schaufenster d.h. wenn man nicht gerade als VIP ein sehr dringliches Gespräch auf dem Handy führt.

Augenscheinlich ist das Machodasein alleine ja etwas langweilig und öde. So schließt man sich denn einer Klicke mit Gleichgesinnten an. So ein Rudel kaschiert dann schon die fehlende Muskulatur eines Rambo.
Sie sind schön, sie sind stark, sie sind die Größten. In Wirklichkeit haben sie nichts, können nichts, wissen nichts. Wissen ist Macht. Ich weiß nichts. Macht nichts. Mai pen rai.
Drei Dinge jedoch können sie sehr gut: SEB. Saufen, essen, bumsen. So in der Reihenfolge.

Sie sind stark und vor allem mutig. Also richtige Helden. Wenn man einmal Zeuge einer tätlichen Auseinandersetzung wird, oder eine solche auf einem Videoclip anschaut, wird einem der Mut dieser Grazien vollauf bewusst. Drei bis fünf Mann gehen auf einen einzelnen los. Liegt der Schwächling, muß er ja sein sonst hätte er nicht gegen fünf Mann den Boden aufgesucht, kommen noch weitere fünf dazu. Mit vereintem Siegeswillen tritt und schlägt man dann auf den am Boden Liegenden ein.
Oft muß das Opfer mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Ritterlichkeit eines "Roten Barons" ist schon lange in den Annalen der Weltgeschichte untergegangen. Dies gilt übrigens nicht nur für Thailand.

Zurück zu SEB. Saufen kann man sich gerade noch leisten. Lau Kau ist nicht teuer. Zu essen ist auch immer was da. Was aber, wenn´s mal nichts zum Bumsen gibt? Das gehört ja schließlich zu einem geregelten Tagesablauf. Ja, dann tauchen solche Sch....ideen auf, wie sie der Sohn eines Bekannten durchgezogen hat. Er injektierte sich eine Mischung aus Lau Kau und Aspirin (oder so ähnlich) direkt in den Penis. Ja, der Kleine sollte auch mal eine Größe in der großen Welt darstellen. Unabdingbar bei dieser Aktion ist, dass man einige Tage nur weite Hosen trägt, so später der behandelnde Arzt. Unser Held jedoch konnte es nicht erwarten, sein neues Phallussymbol in Form einer "enormen" Ausbeulung in seiner engsten Jeans der holden Weiblichkeit zu präsentieren. Folge: Eine üble. sehr schmerzhafte Entzündung im Innenbereich des Penis.

Ich hab´ihn dann ins Krankenhaus gefahren, wobei ich mir nicht verkneifen konnte, bei einigen Schlaglöchern, die ich sonst umfahre, mal die Tiefe auszumessen. Wie gesagt, nicht viele. Ich bin ja kein Sadist. Jedoch bei dem Weh- und Achklagen auf dem Rüksitz bekamen meine Ohren doch ganz heimlich Besuch von meinen Mundwinkeln.

Ja, so sind sie, die Machos, die Helden Thailands. Die Wenigsten von ihnen haben sich sehr weiter als nötig von ihrer Bleibe, dem "Hotel Mama" entfernt. Und das "Hotel Mama" tut alles, damit dies so bleibt. Ob das sehr förderlich ist sei hier in Frage gestellt. Meist wird diese Unterkunft erst verlassen, wenn man die Liebe seines Lebens gev..... gefunden hat. Man heiratet zu dritt. Nach der Geburt des kleinen Helden verpisst sich unser großer Held oft und überlässt die Liebe seines Lebens nebst dem kleinen Held sich selbst.

Was tut die junge Mutter, meist selbst noch minderjährig, dann? Sie parkt den kleinen Helden bei ihrer Mutter und geht arbeiten, während die Mutter alles daran setzt, den kleinen Helden zu einem großen Heden zu erziehen. Auf diese Art und Weise sterben die Machos in Thailand nie aus. Im Gegensatz zu den Mädchen geniest der kleine Macho nämlich eine besondere Erziehung bei der Ommma. Er bekommt alles, darf alles und man liebt ihn über alles.

Wärend dieser Supererziehung geht die junge Mutter Geld heranschaffen oder besser gesagt anschaffen. Die Bars in Bangkok, Pattaya und Phuket sind voll von jungen Müttern, die zuhause ihren kleinen Macho geparkt haben, wärend sich der große Held auf nimmer wiedersehen verdünnisiert hat.

Wenn der kleine Macho dann groß ist, beginnt das Spielchen wieder von vorn. Arbeit, gibt´s nicht, jedenfalls nicht adäquat und exclusive für ihn. Schule, na ja. wissensmäßig ist er mit Google natürlich auf Augenhöhe, jedenfalls nach außen hin besser gesagt eigentlich nur nach außen hin. Er hat nichts, er weiß nichts, er kann nichts. No Future für Thailand und seine Machos.





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