Donnerstag, 3. Oktober 2013

Krokodilfarm in Ayutthaya trotz Hochwasser ausbruchsicher

Ayutthaya - In der aktuell stark vom Hochwasser betroffenen Provinz Ayutthaya macht man sich zurzeit Sorgen um die Sicherheit in einer Krokodilfarm. In der Vergangenheit kam es schon oft vor, dass das Hochwasser den Reptilien zur Flucht aus ihrer Gefangenschaft verhalf.


Dies soll dieses Jahr gemäß Herrn Arun Rueangned nicht so sein. Der Inhaber der Krokodilfarm Sri Ayutthaya betonte Medien gegenüber, dass Krokodile die kürzer als ein Meter sind, nicht in den vom Hochwasser betroffenen Regionen untergebracht sind.
Bereits bei der Flut-Katastrophe vor zwei Jahren war das Zuhause der Tiere nicht vom Hochwasser betroffen. Zwei Meter hohe Mauern um die Farm bieten zusätzlichen Schutz für den Fall der Fälle. In der Krokodilfarm Sri Ayutthaya hausen zurzeit auf 140 Rai über 70.000 Krokodile wobei es sich nur bei ca. 2.000 Tieren um ausgewachsene Reptilien handelt.

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Kabinett will Wasserministerium einrichten

Thailand - Bei einer Kabinettssitzung am 1. Oktober wurde angeregt, ein neues Ministerium einzurichten. Das Wasserministerium wird sich um alle anfallenden Belange der Wasserwirtschaft kümmern. Was Taifun Wutip betrifft, so wurde weitestgehend Entwarnung gegeben.

Bislang werden die Aufgaben der Wasserwirtschaft vom Flut- und Wasserwirtschaftskomitee erfüllt, deren Vorsitz Vize-Premierminister Plodprasop Surasawadi hat. Nach der Kabinettssitzung vom 1. Oktober sagte Plodprasop, dass er mit den zuständigen Behörden besprechen werde, wie man vorgehen wolle, um das neue Ministerium einzurichten. Der Vize-Premierminister wies darauf hin, dass das neue Ministerium vor allem dann sinnvoll sei, wenn es um die längerfristige Flutprävention geht.
Auf der Tagesordnung bezüglich der Gespräche mit den Behörden steht weiterhin die Verwendung der 350 Milliarden Baht, die für Projekte der Wasserwirtschaft gedacht sind. Die Verträge mit Privatfirmen sind zwei Jahre nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe 2011 alle unter Dach und Fach.

Mit am schlimmsten betroffen ist die Provinz Prachinburi

Plodprasop warnte, dass man nicht zu selbstgefällig sein sollte, nachdem Taifun Wutip über Thailand hinweg zog ohne dass es zu großen Schäden kam. Zwar war der Wirbelsturm schwächer als erwartet, aber es könnten weitere Stürme folgen, die vom Südchinesischen Meer aus Richtung Thailand ziehen.
In Vietnam starben mindestens drei Menschen, Dutzende Fischer werden vermisst, weil Wutip deren Boote versenkte. Dächer wurden durch den Sturm abgedeckt, Tausende Häuser wurden beschädigt, Stromkabel gekappt, Straßen überschwemmt.
Danach überquerte Taifun Wutip Laos und zog dann über den nördlichen Nordosten Thailands, was in den Provinzen Loei, Nong Khai, Phetchabun, Sakon Nakhon und Uttaraditzu starken Regenfällen führte. Noch wurde keine Entwarnung gegeben, was die Provinzen Beung Kan, Chaiyaphum, Kalasin, Khon Kaen, Loei, Mukdahan, Nakhon Phanom, Nong Bua Lamphu, Nong Khai, Phetchabun, Phitsanulok, Sakon Nakhon und Udon Thani betrifft.
Die Lage spitzt sich in Chaiyaphum zu. Dort steht das Wasser zwischen 50 und 70 Zentimeter hoch. In der Provinz droht die schlimmste Flut seit 50 Jahren, sagte ein Behördenmitarbeiter. Im Bezirk Ban Khwao misst das Hochwasser teils mehrere Meter. Die Strömung ist so stark, dass Boote einen Motor benötigen, um vorwärts zu kommen.
Das Flut- und Wasserwirtschaftskomitee gab Entwarnung, was Wutip betrifft, wies aber darauf hin, dass weitere Stürme folgen könnten. In diesem Jahr starben wegen des Hochwassers bislang 23 Menschen, 25 Provinzen sind vom Hochwasser betroffen, hauptsächlich der Norden und Nordosten. Neben Sisaket und Ubon Ratchathani gibt die Lage vor allem in Prachinburi und Ayutthaya Anlass zur Sorge.
Plodprasop sagte, dass das Wasser in den Bezirken Kabinburi und Si Maha Phot der Provinz Prachinburi zwar langsam abfließe, aber im Stadtbezirk sei die Lage immer noch ernst. Der Minister machte die Stadtplanung dafür verantwortlich, denn es seien Gebäude gebaut worden, die das Abfließen des Wassers verhindern. Daher müsse ein neuer Kanal gebaut werden, der das Wasser aus der Stadt transportieren kann. Insgesamt sind in der Provinz sieben Bezirke vom Hochwasser betroffen.
In Ayutthaya sind es derzeit acht Bezirke. Das Wasser werde weiter ansteigen, warnten Behörden, weil aus den Staudämmen Chao Phraya, Pasak Jolasid and Phra Rama VIWasser abgelassen wird.

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Mittwoch, 2. Oktober 2013

Hochwasser nach heftigen Regenfällen in Chonburi

Chonburi - Aufgrund starker Regenfälle sind mehrere Regionen der Provinz Chonburi von Überschwemmungen betroffen worden. Viele Strassen waren nach einem siebenstündigen anhaltenden Niederschlag überflutet, die zu erheblichen Staus in der ganzen Provinz führten.

Glücklicherweise ging das Hochwasser zurück, nach dem der Regen aufhörte. Das Wasser sank rasch, das an einigen Orten bis zu 60 Zentimeter angestiegen war. Auch Pattaya wurde am Montag von den Regenfällen nicht verschont, die in der Stadt ein kleines Chaos anrichteten. Dort standen Bereiche bis zu einem Mieter tief im Wasser.
Taifun Wutip, der seit den vergangenen Tagen über der südostasiatischen Region herrscht, wurde für die Situation in Chonburi verantwortlich gemacht.

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Gegen 21.00 Uhr am Montag begann es unaufhörlich zu Regen und überforderte die Kanalisation Pattayas. Einige Verkehrsteilnehmer waren gezwungen ihre Autos stehen zu lassen. Die Sukhumvit Road, Pattaya Third Road, Pattaya Second Road und Soi Bukao waren am schlimmsten betroffen. Viele Touristen und Einwohner waren gefangen, bis der Regen nach etwa zwei Stunden stoppte und das Hochwasser zurückging.
Lokale Behörden haben versucht etwas Ordnung in das Chaos zu bringen, waren aber nicht in der Lage mit ihren Rettungskräften an unzugängliche Gebiete zu gelangen.
Berichten zufolge hat sich Lage im Badeort wieder normalisiert und es wurden keine Verletzten oder gar Todesfälle gemeldet.

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Bangkok Airways entschuldigt sich bei Fluggast

Thailand - Einem Passagier auf einem Flug der Bangkok Airways nach Phuket ist im wahrsten Sinne der Hunger vergangen, als ihm eine Obstschale serviert wurde, in der offenbar ein Kakerlakenbein und andere Insektenstücke eingewickelt waren.

Auf dem bekannten thailändischen Webboard pantip.com hatte ein Benutzer mit dem Namen Magrood Baiwaeng am 23. September die Fotos seiner Frau auf dem Flug nach Phuket veröffentlicht. Am äußeren Rand in der mit Folie eingewickelten Obstschale sieht man deutlich das Bein einer Kakerlake und andere Teile des Insekts.

Bilder von Magrood Baiwaeng auf pantip.com veröffentlicht, zeigen Insektenstücke auf der Obstschale

Magrood Baiwaeng schrieb, dass er eine Beschwerde per E-Mail an die Fluggesellschaft schickte, die schnell mit einer formellen Entschuldigung reagierte. Bangkok Airways gab seiner Familie drei freie Inlandsflüge. Die Flugtickets wurden zusammen mit der Entschuldigung und einer Souvenir-Puppe zu seinem Haus geliefert.
Die Bangkok Post bat Thavatvong Thanasumitra, dem Geschäftsführer der Unternehmensplanung bei Bangkok Airways, um eine Erklärung. Herr Thavatvong sagte nach einem Blick auf die Fotos, dass das Insektenbein möglicherweise im Verpackungsbereich dorthin gelangte. Der Lebensmittel-Händler, der die Obstschalen herstellt, hat keine Fremdkörper gemeldet. Das Unternehmen verfügt über eine internes Programm zur Schädlingsbekämpfung. Schutzmassnahmen gegen Insekten im Lager als auch beim Transport der Lebensmittel werden strengstens eingehalten. Kakerlaken, so sagte Herr Thavatvong, wurden bisher nicht festgestellt.
Die meisten Internetnutzer kommentierten, dass sie von der Antwort der Fluggesellschaft beeindruckt waren, aber einige meinten, dass Bangkok Airways sicherstellen muss, dass sich so etwas nicht wiederholt.

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Dienstag, 1. Oktober 2013

Hochwasseralarm für 19 Provinzen

Thailand - Die Behörden in 19 Provinzen im Norden und Nordosten bereiten sich auf starke Regenfälle vor, die durch Taifun Wutip ausgelöst werden könnten, wenn er über die Region zieht.
 
Bei den Provinzen handelt es sich um Bung Kan, Chiang Mai, Chiang Rai, Kalasin Loei, Mae Hong Son, Mukdahan, Nakhon Phanom, Nan, Nong Bua Lamphu, Lampang, Lamphun, Nong Khai, Phayao, Phrae, Sakon Nakhon, Tak, Udon Thani und Uttaradit.

Im Südchinesischen Meer werden mindestens 70 Personen vermisst, nachdem Taifun Wutip drei 
Fischerboote versenkte. Die vietnamesischen Behörden brachten vor Eintreffen des Wirbelsturms 70.000 Menschen in Sicherheit.
Nach den Regenfällen der letzten Wochen sind bislang 32 Provinzen vom Hochwasser betroffen, mindestens 22 Personen starben dieses Jahr bei Überschwemmungen.

Seit Tagen unter Wasser: Prachinburi
Wirbelsturm Wutip zieht über den Norden Thailands hinweg
Wirbelsturm Wutip zieht über den Norden Thailands hinweg

Die Zentralprovinzen werden durch den Taifun nicht direkt betroffen sein. Möglich ist aber, dass das Wasser nach heftigen Regenfällen via Flüsse nach Süden transportiert wird und sich dann die Lage weiter verschärft, vor allem in Prachinburi.
Dort steigt das Wasser weiter an, der Prachinburi River trat über die Ufer, dort stand das Wasser am 30. September 60 Zentimeter hoch. Drei Tage zuvor waren es 30 Zentimeter.
Erneut wurden Anwohner an den Ufern des Chao Phraya River vor möglichen Überschwemmungen gewarnt, zumal aus den Staudämmen flussaufwärts Wasser abgelassen werden muss, um die Dämme zu entlasten.
Premierministerin Yingluck reiste am 30. September nach Ubon Ratchathani und Sisaket, um sich ein Bild von der Situation zu machen. In Sisaket sind 22 Bezirke vom Hochwasser betroffen, neun Menschen starben.
Der Bangkoker Gouverneur Sukhumbhand Paribatrawiederholte, dass keine Gefahr bestehe, die Hauptstädter nicht in Panik ausbrechen sollen. „Die momentane Lage ist nicht besorgniserregend“, twitterte er und fügte hinzu, dass man die Lage genau beobachte.

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Erneut Gefahr für Ayutthayas Industriegebiete?

Ayutthaya - Zwei der größten und wichtigsten Industriegebiete Thailands kämpfen seit Sonntag für mehrere Stunden am Tag mit voller Pumpenleistung gegen eine Überschwemmung der Fabrikanlagen an. Massive Dauerregenfälle hatten die Pegel in einigen Gebieten um 147 mm ansteigen lassen.

Veerachai Nakmas, Landrat des Bang Pa-In Distrikts, gab auf einer Pressekonferenz bekannt, die Geschäftsleitung des Bang Pa-In Industrial Estates (siehe Abbildung) habe die Genehmigung erhalten, das Regenwasser mit voller Pumpenleistung in die internen Abflusswege zu leiten, durch die es dann in den Jik Kanal fließt der im Chao Phraya Fluss mündet.


Problematisch gestaltet sich dagegen die Entwässerung im Ban Wa Hightech Industrial Estate, dem zweiten großen Industriegebiet in Ayutthayas Bang Pa-In Distrikt. Auch hier begann das Wasser an zahlreichen Stellen in die Produktionsanlagen zu fließen, woraufhin man es unter Einsatz von 5 Hochdruckpumpen in die Abflusswege zu leiten versuchte. Dummerweise wurden dabei einige angrenzende Gemeinden überschwemmt, sodass der Landrat die Aktion stoppen musste und einen zeitlich begrenzten Einsatz von nur 3 Hochdruckpumpen genehmigte.
Vor Reportern erklärte Landrat Veerachai, dass der Pumpeneinsatz in beiden Industrieparks vorerst auf 2 bis 3 Stunden pro Tag begrenzt sei. Allerdings werde man die Situation genau im Auge behalten und notfalls umdisponieren müssen, da das Wetteramt für die nächsten Tage weitere heftige Regenfälle in etwa 70% der Provinz angekündigt habe.
Die Angst vor einer erneuten Überflutung des Bang Pa-In Industrial Estates ist groß, denn nach der 2011er Katastrophe entschieden sich zahlreiche ausländische Investoren in die wettertechnisch sicheren Industriestandorte der Provinzen Rayong und Chonburi umzusiedeln, worauf die Regierung hoch und heilig schwor, künftige Überschwemmungen der Industriegebiete Ayutthayas zu verhindern.
 

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Mobile medizinische Einheiten in Hochwassergebieten unterwegs

Bangkok - Auf einer Pressekonferenz gab Gesundheitsminister Pradit Sintavanarong bekannt, er habe alle Krankenhäuser in den von Hochwasser betroffenen Provinzen angewiesen, noch mehr mobile medizinische Einheiten in die überfluteten Distrikte zu schicken, um den Betroffenen so gut wie möglich zu helfen. Oberste Priorität habe dabei die Pflege und Versorgung von älteren Menschen, Kindern, schwangeren Frauen, Behinderten und Menschen mit chronischen Krankheiten.

„Außerdem müssen die Menschen in den unter Wasser stehenden Regionen vor den Gefahren ansteckender Krankheiten durch verschmutztes Wasser gewarnt werden“, erklärte der Gesundheitsminister vor Journalisten.


Herr Pradit lobte die bisherige Arbeit der mobilen medizinischen Einheiten und wies darauf hin, dass über 35 Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen in diversen Provinzen aufgrund des Hochwassers zurzeit Patienten nur mit Einschränkungen versorgen könnten.
Die mobilen Einheiten hätten seit Beginn der Überschwemmungen bereits 504 Besuche in verschiedenen betroffenen Gemeinden absolviert, bei denen etwa 26.000 Patienten oder pflegebedürftige Personen in ca. 18.000 Häusern versorgt worden seien. 80.000 medizinische Versorgungspakete seien in den Gemeinden der vom Hochwasser betroffenen Provinzen verteilt worden. 120.000 Weitere habe man zurzeit noch in Reserve.

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